Mittwoch, 29. Januar 2020

Vorschläge: Energieeinsparung

Bild von Steve Buissinne auf Pixabay
Aus meiner Sicht ist mit ein Wesentlicher Faktor die Energie-einsparung. Was nicht benötigt wird, braucht auch nicht erzeugt – gespeichert – transportiert zu werden.

Hier sind mit gemeint:
Energetische Gebäudesanierung, um Gas bzw. Heizöl zu sparen. Austausch der Heiztechnik, hier wird Gas bzw. Heizöl und Strom gespart, da u.a. die Umwälzpumpen nicht mehr 24/7 arbeiten, wie bei den alten Anlagen. (Durch den Wechsel auf Brennwerttechnik hat sich mein Stromverbrauch um ca. 45 % reduziert.)
Nutzung von Photovoltaik- und Solartechnik. Ein nicht unerheblicher Anteil am Stromverbrauch kann selbst erzeugt werden. Ggfs. können Überschüsse eingespeist werden. Im Jahr 2018 habe ich von April bis September immer heißes Wasser gehabt und Null Gasverbrauch verzeichnet. Es sind viel zu wenig Anlagen auf den Delmenhorster Dächern. Nur weil die hohen Förderungen weggefallen ist, sieht der Verbraucher nicht mehr den Sinn in der Anschaffung.
Aktuell werden durch die Gasumstellung die Heizungsanlagen überprüft. Viele empfinden bei ggfs. notwendiger Anschaffung einer neuen Heizungsanlage einen von „oben“ auferlegten Zwang und das erzeugt negative Stimmungen.

Es sollte eine breit aufgestellte Aufklärungskampagne erfolgen. Mit im Boot sollten die in Delmenhorst ansässigen Energielieferanten und die Fachbetriebe sein. Die öffentlichen Gebäude sollten hier Vorbild sein. Bei Schulgebäuden kann eine Sanierung mit deren Folgen, Kosten, Nutzen Bestandteil des Unterrichts sein (zumindest in den oberen 2-3 Klassen). So wird hoffentlich auch Sinn und Nutzen in die Privathaushalte getragen. Neben den Privathaushalten und den öffentlichen Stellen sind auch alle Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften mit anzusprechen. Es sollte in diesem Bereich auch über Energiegenossenschaften nachgedacht werden, wenn es um die Finanzierung geht.
Der Bund stellt Fördermittel zur Verfügung. Hier muss eigentlich jeder Cent genutzt werden. Hat das Land Niedersachsen auch einen Fördertopf? Oder gar Delmenhorst?

Dann gibt es noch den „indirekten“ Stromverbrauch. Die digitale Welt verschlingt Unmengen an Strom.
Jede noch so belanglose Abfrage von irgendwelchen Informationen setzt Server in Gang, die Strom verbrauchen. Jeder Chat mit Facebook, Instagram und Co, jede Google-Abfrage, jede Mail mit einem Fun-Video hat seinen Stromverbrauch. Hier sollte Aufklärungsarbeit geleistet werden. Nicht immer ist etwas nötig, was möglich ist.

Der Verkauf von „Grünem Strom“ ist eigentlich nur was für das Gewissen. Grün ist nur, was nicht produziert werden muss.

Mobilität:
Die Fahrradwege in Delmenhorst gehören wahrlich nicht zu den Top-Ten. Übergänge Fahrradweg – Straße sind zum Teil ein kleines Abenteuer. Hier wäre vielleicht auch eine Zusammenarbeit mit dem ADFC – Ortsgruppe Delmenhorst sinnvoll. Man muss nicht immer das Rad neu erfinden und die Kompetenzen nutzen, die schon vorhanden sind. Dies spart auch Energie.

Samstag, 18. Januar 2020

Ideen für ein nachhaltiges Leben

Foto von
@Nina.ohne.Muell
Auf Facebook erreichen uns folgende Vorschläge, die wir hier einfach ungefiltert weiter geben. Wir sind immer für Feedback und Vorschläge dankbar, auch für Kritik und Verbesserungsvorschläge.


So, und nun meine Vorschläge:

1. Recht einfach sollten doch die durchweg hässlichen ungepflegten Grünstreifen zum Beispiel am Hasporter Damm in Blühzohnen mit immer wieder kehrenden Pflanzen zu bestücken sein.
2. Wäre es schön wenn das Möbellager der Diakonie auch denen die nicht auf Geldleistungen angewiesen sind, offen stehen würde. Ich persönlich kaufe lieber Gegenstände mit Geschichte. Man könnte dort auch geforderte Arbeitsplätze entstehen lassen.
3. Der kommunale Fuhrpark könnte auch per Carsharing den Bürgern zur Verfügung stehen. Möglicherweise bietet sich zwecks Buchungsportal die Firma @cambiocar als Partner an.
4. Kostenfreier ÖPNV wenigstens für Schüler, die Mitarbeiter von Kommunalen Unternehmen und Leistungsempfängern Bufdis und als Guddy für alle Ehrenamtler so wie für Senioren in der Altersrente.
5 Kommunale Dächer mit Solar und Photovoltaik ausrüsten. Das spart Strom und könnte noch etwas Geld und Stadtsäckel spülen. Oder man nutzt den Überflüssigen Strom im Wasserstoff zu produzieren und betankt damit einen Teil der Fahrzeuge. Wasser haben wir. Und die Stadtwerke Delmenhorst haben wir auch.
6. Mehr Flohmärkte wären auch fein.
7. Unsere Lebensmittelhändler sollten Ware die über dem MHD ist nicht weg werfen. Man könnte sie kostenfrei an Kunden verschenken oder an Foodsharing abgeben. (So weit ich weiß nimmt die Tafel sowas nicht.
8. es wäre schön wenn Verteiler zum Essen Lebensmittel Teilen eingerichtet werden würden. sie könnten sowohl von dem Verein der jetzt am 23 wohl gegründet wird oder aber auch von Einrichtungen wie der AWO der Diakonie oder ähnlichen betrieben werden. Im Grunde braucht es dafür eigentlich nur frei zugängliche Schränke oder auch Kühlschränke im besten Fall.
9. auch Leute die keine Leistungen vom Staat beziehen sollten Zugang zur Kleiderkammer haben. Gebrauchte Kleidung zu kaufen ist kein Untergang.
10. werdende Eltern sollten angehalten werden keine Wegwerfwindeln mehr zu benutzen sondern Stoffwindeln. Möglicherweise könnte die Entbindungsstation im Krankenhaus dort einen Anreiz schaffen.
11. Auf öffentlichen Veranstaltungen sollte kein Einweggeschirr mehr benutzt werden dürfen. Bzw nur welches welches eventuell noch essbar ist oder zumindest kompostierbar.
12. Alle öffentlichen Mensen sollten Bio-Lebensmittel nutzen.
13. Es wäre schön wenn es mehr öffentliche Aufräumenaktionen sind gäbe und nicht nur die eine die es bislang im Jahr immer gibt.
14. Ich wünsche mir immer noch einen Delmenhorster Pfandbecher. Es würde deutlich weniger Einwegbecher geben wenn man den Becher einfach in der nächsten Gastronomie wieder abgeben könnte.

Samstag, 28. Dezember 2019

Der Antrag "Klimamusterstadt"

Antrag “Klimamusterstadt” Delmenhorst

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die CDU, die Gruppe SPD & Partner, die UAD, die Gruppe Bürgerforum-Freie Wähler/Unger, die FDP und die LINKEN beantragen: Der Rat der Stadt Delmenhorst stellt fest, dass der globale Klimanotstand auch für die Stadt Delmenhorst gilt und erklärt für unsere Stadt den Klimanotstand. Die Stadt Delmenhorst verdeutlicht damit, dass die bisherige erfolgreiche städtische Klimapolitik weiterentwickelt und mit Nachdruck verfolgt werden muss.

Der Rat der Stadt Delmenhorst erkennt an, dass die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwer­wiegenden Folgen auch für Delmenhorst die höchste Priorität besitzt und in künftigen Entscheidungsfindungen diesen Umstand grundsätzlich Beachtung findet.
  • Ein ganzheitliches Klimaschutzkonzept wird von der Verwaltung erarbeitet. Über den Bearbeitungsstand wird im ersten Jahresbericht im Januar 2020 berichtet.
  • Die Stadt Delmenhorst erkennt, dass die bisherigen lokalen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Erderwärmung bis 2050 auf die angestrebten 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
  • Berücksichtigt ab sofort die Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen Entscheidungen und bevorzugt Lösungen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt-und Artenschutz auswirken. Beschlussvorlagen weisen die Klimaauswirkungen zukünftig entsprechend aus.
  • Stellt fest, dass die mit dem integrierten Klimaschutzkonzept gefassten Klima-Ziele nach den bisherigen Erfahrungen nicht erreicht werden.
  • Fordert den Oberbürgermeister auf, dem Stadtrat und der Öffentlichkeit jährlich über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Reduktion der Emissionen Bericht zu erstatten und daraus Konsequenzen ziehen.
  • Fordert auch andere Kommunen, die Bundesländer und die Bundesrepublik Deutschland auf, dem Konstanzer und Münchner Vorbild zu folgen und den Klimanotstand auszurufen. Insbesondere macht er Land und Bund darauf aufmerksam, dass ein vollständiges Ein­halten der Klimaschutzziele auf kommunaler Ebene unter den derzeitigen Rahmenbedin­gungen noch nicht möglich ist. Erst ein vollständiger Abbau weiterhin bestehender Sub­ventionen für fossile Energieträger, eine sozial gerecht ausgestaltete CO2-Bepreisung, eine grundlegend veränderte Verkehrspolitik und eine klimaschutzkonforme Förderung des sozialen Wohnungsbaus würden hier das dringend benötigte Fundament legen.
  • Fordert auch die städtischen Beteiligungen auf, sich verstärkt mit ihren Möglichkeiten im Klimaschutz auseinanderzusetzen und dem Rat dazu Bericht zu erstatten.
Die Antragsteller beantragen des weiteren, dass sich die Stadt Delmenhorst zum Ziel setzt, eine Klimamusterstadt zu werden. Als Klimamusterstadt verstehen die Antragsteller die schnellere und nachhaltige Erreichung der Klimaschutzziele für 2030 bzw. 2050. Aus diesem Grund gibt sich die Stadt Delmenhorst folgende Selbstverpflichtungen, die bei allen zukünftigen Vorhaben zwingend zu beachten sind:
  • Entsiegelungsgebot. Die Stadt Delmenhorst verpflichtet sich, bei allen neu zu versiegelnden Flächen eine Fläche der gleichen Größe zu entsiegeln und zu renaturieren. 
  • Photovoltaik. Die Stadt Delmenhorst verpflichtet sich, bei allen Neubauten oder Sanierungen von Bestandsimmobilien der öffentlichen Hand oder städtischer Gesellschaften Photovoltaikanlagen auf den Dächern oder an der Fassade zu installieren.
  • Dach- und Fassadenbegrünung. Die Stadt Delmenhorst verpflichtet sich, bei allen Neubauten oder Sanierungen von Bestandsimmobilien der öffentlichen Hand oder städtischer Gesellschaften eine Dach- und Fassadenbegrünung vorzunehmen, wo es möglich ist.
  • Kunststoffverbrauch einschränken. Die Stadt Delmenhorst verpflichtet sich, den Verbrauch von nicht nachhaltigen Kunststoffen in der Verwaltung und den städtischen Gesellschaften auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Die Stadt Delmenhorst wird diesbezüglich jährlich über die Fortschritte im Umweltausschuss berichten.
  • Fuhrpark elektrifizieren. Die Stadt Delmenhorst verpflichtet sich, den Fuhrpark der Verwaltung und der städtischen Gesellschaften, mit Ausnahme der DELBUS, bis zum Jahre 2025 komplett auf elektrischen Antrieb oder Brennstoffzellenantrieb durch Wasserstoff umzustellen. 
  • KlimaschutzmanagerIn: dauerhafte Einstellung einer Klimaschutzmanagerin,eines Klimaschutzmanagers
  • Integriertes Stadtentwicklungskonzept(ISEK): Aufnahme von Klimaschutzzielen in das Stadtentwicklungskonzept.
  • Mobilitätsmanagement: Einstellung einer Mobilitätsmanagerin/eines Mobilitätsmanagers. Hauptziel des Mobilitätsmanagements ist die Verminderung des motorisierten Individualverkehrs: Mit „weichen“ Maßnahmen soll bei möglichst vielen VerkehrsteilnehmerInnen Verständnis für die „harten“ Maßnahmen zur Steuerung des ruhenden und des fließenden Verkehrs gewonnen werden, um ein Umdenken bei der Wahl der Verkehrsmittel zu erreichen.
  • Jugendklimarat: Implantieren eines Jugendklimarates bestehend aus interessierten Jugendlichen, die einen Sitz als beratendes Mitglied im Ausschuss 5U erhalten.
  • Wohnungsbau: Bei der Planung von Neubaugebieten und Sanierung von Altbestandsimmobilien gilt es, erneuerbare Energiekonzepte zu berücksichtigen.
  • Bienenweide auf Dächern der Delmenhorster Bushaltestellen: Hierzu soll zur Erprobung zunächst die Bushaltestelle „am Stadtwall“ (neben der Markthalle) im Jahr 2019 begrünt werden. Genutzt werden sollen winterharte Pflanzen, um den Unterhaltungsaufwand möglichst gering zu halten. Bei erfolgreicher Testphase ist ein rechtzeitiger Beschlussvorschlag für eine stadtweite Begrünung für das Jahr 2020 vorzulegen. 
  • Energetische Sanierung von Bestandsgebäuden: Der Gebäudebestand der Stadt ist energiesparend zu dämmen, dies in analoger Anwendung der EnEV (Energiesparverordnung) von 2014 für Gebäude. Drittmittel sind optimal einzuwerben. Heizungen in Gebäuden der Stadt werden bei entsprechender Laufzeit und auftretenden Mängeln ernergie- und kostensenkend je nach technischen Erfordernissen und Möglichkeiten erneuert. Die EnVo 2014 ist zu beachten. Drittmittel sind optimal einzuwerben.
  • Klima Controlling: Zudem soll die Verwaltung prüfen, wie die Stadt ihre vielfältigen Klimaschutz-Maßnahmen so bündelt, dass daraus ein an den Zielen orientiertes Handlungsprogramm wird und laufendes „Klima-Controlling“ möglich ist.
  • CO2-Ampel: bei allen Anträgen und Vorschlägen der Verwaltung wird zukünftig eine Co2 Ampel aufgeführt. Dabei bedeutet
    Grün: Umweltentlastent Gelb: Umweltneutral Rot : Umweltbelastent
    Dieses hätte zur Folge, dass auf einem Blick ersichtlich ist welche Auswirkungen dieses auf die Co2 Belastung hat.